Das Programm des Forums umfasste zahlreiche Themen, die für Verantwortliche im Betrieb von Sport- und Freizeiteinrichtungen relevant sind. Dazu gehörten modernes Design und zeitgemäße Planung, die Entwicklung öffentlicher Räume, die Finanzierung von Investitionen, das öffentliche Vergabewesen sowie rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Einrichtungsmanagements. Ein wichtiger Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion über die Entwicklung der Sportinfrastruktur in Polen sowie aktuelle und geplante staatliche Förderprogramme.
Aqua Resort als Station der Besichtigungen
Den Auftakt des Forums bildeten Besichtigungen verschiedener Einrichtungen in Międzyzdroje. Die Teilnehmer besuchten zunächst das Städtische Stadion Irena Szewińska und anschließend den Aquapark im Aqua Resort Międzyzdroje. Der Besuch bot die Gelegenheit, unsere Anlage Fachleuten vorzustellen, die sich beruflich mit dem Management von Sport- und Freizeitinfrastruktur beschäftigen.
Das FIRIS-Forum bietet nicht nur Fachvorträge und Diskussionsrunden, sondern auch die Möglichkeit, Kontakte innerhalb der Branche zu knüpfen und Erfahrungen aus dem polnischen Sport- und Freizeitsektor auszutauschen. Angesichts steigender Anforderungen an Sicherheit, Servicequalität und ein effizientes Infrastrukturmanagement ermöglichen Veranstaltungen dieser Art, aktuelle Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und Lösungsansätze anderer Einrichtungen kennenzulernen.
Auf die Frage, wie sich die Branche im Laufe des vergangenen Jahrzehnts verändert hat und welchen Herausforderungen sie heute gegenübersteht, erklärte Präsident Bubela, dass Schwimmbäder längst nicht mehr ausschließlich Orte zum Schwimmen sind. Sie sind heute Teil eines umfassenderen Gesundheits-, Wellness- und Freizeitangebots. Neben klassischen Schwimmbahnen erwarten die Besucher inzwischen Wellnessbereiche, Saunen, Aqua-Fitness-Kurse, Schwimmunterricht für Kinder sowie komfortable Buchungs- und Bezahlmöglichkeiten über Apps. Auch das Interesse an einem gesunden Lebensstil nimmt zu. Die COVID-19-Pandemie beschleunigte zudem die Digitalisierung – etwa durch Online-Ticketverkauf, Zugangsbeschränkungen und die Steuerung der Auslastung – und veränderte den Umgang mit Hygiene und Sicherheit.
„Die größte Herausforderung sind derzeit die Energiekosten. Die Erwärmung des Wassers, die Lüftung und die Wasseraufbereitung machen Schwimmbäder zu den energieintensivsten Sporteinrichtungen. Der Anstieg der Strom- und Gaspreise nach 2021 hat einige Betreiber an die Grenze der Wirtschaftlichkeit gebracht. Viele Einrichtungen investieren deshalb in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, darunter Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen und Wärmerückgewinnung.
Weitere Herausforderungen sind die alternde Infrastruktur und der damit verbundene hohe Modernisierungsbedarf, der Personalmangel bei Rettungsschwimmern, Trainern und technischen Mitarbeitern sowie steigende Kundenerwartungen bei gleichzeitig begrenzten Budgets – insbesondere in öffentlichen Einrichtungen. Hinzu kommt der Wettbewerb durch Fitnessclubs und moderne Aquaparks. Gleichzeitig müssen die Eintrittspreise trotz steigender Betriebskosten für die Besucher erschwinglich bleiben“, ergänzte Piotr Bubela.